Die Vorgeschichte

Es gab eine Zeit, in der ganz Thêl Bor in friedlicher Harmonie und Frieden zusammenlebte. Es war die Zeit, auf der noch die Götter der Eukarier, Kars, Tellarer, Beons und Falconi in fester Gestalt auf Thêl Bor wandelten. Ja, ihr habt richtig gelesen, die Götter waren tatsächlich unter den Bewohnern, ließen sich anbeten und verehren und gaben dafür ein Wenig ihrer Macht an die Gläubigen weiter. Diese Macht war in den Augen der Gläubigen Magie und verlieh diesen Fähigkeiten, die mit normalen Fertigkeiten nicht erreichbar waren.

Jedes Volk huldigte seinen Göttern auf ihre Weise. Einige bauten Stehlen und Steinkreise, andere wandten sich an besonders imposante Bäume oder Gebirgsstrukturen. Wiederum andere waren mit Hilfe ihrer Götter in der Lage, monumentale Gebetshäuser, unseren Kathedralen gleich, zu errichten. Wo diese Stätten lagen und wie sie beschaffen waren, war aber nicht entscheidend. Sich im Glauben an die Götter zu wenden, um sich Schutz oder Hilfe zu erbitten, führte regelmäßig zu Wundern und Erscheinungen, so dass der Glaube tief verwurzelt in den Herzen der Thêl Borer ist.

Barbo, der Große, mit dem Götterstab Hildris

Doch dann begab es sich, dass geringere Götter der Thêl Borer sich ereiferten, welcher Gott wohl der Mächtigste wäre und wollten dies durch immer größere Wunder bauten beweisen. Dies stieß bei vielen der großen Zwölf auf Missfallen. Wunder, die in ihren Augen zu mächtig und zu groß waren, wurden wieder zurückgenommen; Zu groß erscheinende Gotteshäuser ließen sie einstürzen.

Bezeugten zu Beginn dieser Ära, welche alle Thêl Borer „das Erste Zeitalter“ nennen, noch einzelne die größten Wunder dieser Zeit, beschlossen schließlich die Götter, diesem Spiel ein Ende zu bereiten, versagten den geringeren Göttern den Kontakt zu den Thêl Borern. Viele Gebete blieben ungehört.
Hierüber wiederum stritten nun die Rassen, wem die Schuld an dem Missfallen der Götter träfe.

Aus diesem Streit erwuchs Hass zwischen den Rassen und Hass führte zu kleineren bewaffneten Auseinandersetzungen. Aus kleinen Auseinandersetzungen wurden schließlich ausgewachsene Kriege. Die Götter verwandten aber diese Wendung nicht, welche sie selbst verursacht hatten, und versuchten durch eigenes Eingreifen in dieses Kriegsgeschehen die Auseinandersetzungen zu beenden. Die Auswirkung dieses Eingreifens war verherend. Die Macht der Götter war zu groß und die Zerstörung grenzenlos. Kaum ein Gebetshaus blieb unversehrt, ganze Städte zerfielen zu Staub und viele Wälder und Felder verbrannten unter den sengenden Blicken der Götter. Keiner kann sagen, wie viele Thêl Borer dieser Zeit zum Opfer fielen.
Dies ist das Zweite Zeitalter, und zwei Jahrhunderte dauerte dieser Konflikt auf den Kontinenten Ytanien und Esra schon an, bis, ja bis…

Unter den wenigen, welche weiterhin ihren Göttern unbeirrt huldigten und dessen Gebete erhört wurden, war der Beon Barbo, der Größere. Er lebten seit jeher in den Tiefen der Gebirge und unzugänglichen Wäldern und blieb ob des Streits unbeeindruckt. Auch reichte der Krieg nicht an die Grenzen seines Lebensraums heran. Auch war er stehts genügsam und demütig in den Wünschen, die er an die Götter richtete. Und so war er im Zweiten Zeitalter des Unseglichen einer der wenigen, die Magie in ihrer vollen Umfang wirken konnten.

Der Sage nach wurde eines Frühlingstages Barbo, der Größere, zu Ventaris, dem Gott des Windes, gerufen. Dieser offenbarte ihm, dass die Macht der Götter auf Thêl Bor auf ihren Sternkristallen beruht. Ohne diese könnten die Götter nicht auf Thêl Bor wandeln, keine Wunder wirken oder schon gar keinen Krieg führen. Ventaris übergab Barbo den Götterstab Hildris und mit ihm die Macht, den Göttern entgegen zu treten und ihre Sternkristallen zu zersplittern, damit die Macht der Götter auf Thêl Bor endet und der Krieg aufhören könne.

Barbo tat wie ihm geheißen und stellte sich den Göttern. Diese verhöhnten Barbo und drohten ihn zu vernichten, wenn er sich ihnen weiterhin in den Weg stellen würde. Da nahm Barbo Hildris in seine Rechte. Ungläubig schauten die Götter nun auf Barbo und schrien Verrat. Einige Götter wichen zurück und verließen Thêl Bor eilig. Auf die Verbliebenen richtete Barbo den Götterstab Hildris. Mit einem Schlag, der Thêl Bor erbeben ließ, zerbarsten die Sternkristalle der Zwölf. Zu Splittern zerborsten verteilten sich die Sternenkristalle über gesamt Thêl Bor, viele bis heute unentdeckt. Diese Splitter bergen durch ihre göttliche Herkunft noch immer große Macht, weshalb viele Abenteurer nach diesen Fragments suchen.

Als Barbo, der Größere, die Sternenkristalle der Götter mit dem Götterstab Hildris in den Händen zerbersten ließ und ihnen so ihre Manifestation auf Thêl Bor nahm, senkte sich ein Regen aus kleinen Splittern auf Thêl Bor nieder. Dies geschah in den Landen Esra auf den Vergessenen Hügeln des Kassadan, wo der letzte große Kampf des Zweiten Zeitalters tobte. Ventaris sah dies jedoch kommen und ließ seine Winde so kräftig wehen, dass sich die kristallenen Regentropfen in alle Richtungen zerstreuten. Hierüber fluchten die Götter umso mehr, konnten sie ihre Splitter nun nicht einfach aufsammeln.

Vom Winde verweht findet man die Fragmente auf allen Kontinenten Thêl Bors und wenn man sie in den Tiefen der Meere suchen könnte auch dort. Viele sind in den weiten Ebenen und den dunklen Wäldern im Boden eingewoben oder auf den Grund der großen Seen gelandet. Flüsse trugen sie ins Meer und dieses spülte sie wiederum teilweise an die Strände oder die Fragmente setzen sich zwischen die Felsen der Brandungsklippen und wurden von Algen und Muscheln überwuchert.

Ventaris war sehr zufrieden mit den erreichten und erhob Barbo zum Wächter über Thêl Bor. Seit dieser Zeit wacht er über die Verbindung zwischen Göttern und den Thêl Borern. Die großen Zwölf, welche nun keinen Sternenkristall mehr besaßen, waren gezwungen, ihre physische Form aufzugeben. Nach geraumer Zeit kehrte wieder Frieden auf Thêl Bor ein. Das Zeitalter hinterließ jedoch tiefe Narben im Bewusstsein der Völker und noch heute stehen sich die Falconi und die Eukarier distanziert gegenüber.