Die Tellarer

Nach den Kars stellen die Tellarer die zweitgrößte Gruppe auf Thêl Bor und behaupten von sich, dass alle anderen Rassen in den Tellarern ihren Ursprung finden. Die Tellarer sind überaus anpassungsfähig und geschickt, so dass sie fast jeden Winkel Thêl Bors für sich als Lebensraum erobern konnten. Dies erklärt auch, dass das Tellarisch zur allgemein anerkannten Weltsprache wurde.

Das Aussehen

Tellarer erkennt man sofort an ihrer kupferfarbenen, fast lederartigen Haut. Ihr schwarzes Haar steht in starkem Kontrast zu den strahlenden türkisfarbenen Augen, in denen sich ihrer eigenen Legende nach die Tiefen des Meeres widerspiegeln, welchen sie entsprungen sein sollen. Sie sind meist zwischen 1,70 und 1,90 Meter groß und zumeist von drahtiger, muskulöser Gestalt.

Die Tellarer sind Zweiatmer, was bedeutet, dass sie sowohl an Land per Lungenatmung leben können, als auch über Kiemen hinter ihren Ohren verfügen. Die Kiemenlappen liegen hierbei beim Aufenthalt am Land so eng an, dass diese quasi nicht sichtbar sind.

Die Gesellschaft

Die Tellarer haben sich in die jeweiligen gesellschaftlichen Ordnungen eingebracht und integrieren sich in die vor Ort üblichen Gepflogenheiten und Gebräuche. In der Regel besteht eine tellarische Familie aus den Eltern, mehreren Kindern sowie den Eltern der Mutter, sofern es sich um die jüngste Tochter handelt. Daher ist es für die Tellarer besonders wichtig, zumindest einen weiblichen Nachfahren zu haben.

Die Unterwasserstadt

Einen besonderen Stellenwert besitzt für die Tellarer die Inselgruppe der Gartellen. Sie gelten als Ursprung der heutigen Tellarer und sind überwiegend von Tellarern besiedelt. Von den Gartellen aus segelten die Tellarer in alle Regionen Thêl Bors. Sie gelten deshalb als ein Volk von Seefahrern, auch wenn sie heutzutage in jeder Region und jeder Profession der Welt zu finden sind. Wobei, der Begriff „besiedelt“ trifft es nicht ganz. Der überwiegende Teil der Stadtbebauung befindet sich unter den Gartellen als Wasserstadt. Da die Tellarer sich als Zweiatmer auch Unterwasser hervorragend aufhalten können, haben sie sehr früh damit begonnen, auf dem Meeresgrund „Ackerbau und Viehzucht“ zu betreiben. Dort bauen sie Seealgen und Seegras an, halten Seeigel und Seepferde, pflegen Muschelkolonien, Krebse und Langusten.

Lange Zeit war dieses Unterwassergebiet nur den Tellarer vorbehalten. Doch nach dem Zweiten Zeitalter und dem Auftreten der Fragmente stellten die Tellarer eine besondere Eigenschaft an den Fragmenten des Gottes Ventaris fest. Unter Wasser bilden sie eine Art Kuppel, in welcher sich Sauerstoff aus dem Wasser löst und dieses nach und nach aus der Kuppel drängt. Zurück bleibt eine leere, luftgefüllte Halbkugel am Meeresboden, welche auf ihrer Oberfläche weiterhin Sauerstoff aus dem Wasser löst und in die Kuppel lässt.

Die Tellarer haben viele Bereiche der Meeresböden nach diesen Kuppeln abgesucht und die gefundenen Fragmente nach Gartelle verbracht. Und so gelang es ihnen, eine ganze Unterwasserstadt aufzubauen, in der nun auch andere Rassen durch ein ausgeklügeltes System die Besucher nach unten gelangen können. Der einzige und streng bewachte Zugang zu der Unterwasserwelt der Tellarer liegt auf der zweitgrößten Insel Timbar. Sie beherbergt eine unglaublich schöne und sehr große Grotte, die nur über einen ehemaligen Vulkan erreicht werden kann. Diese Grotte ist der Fährhafen in die Wasserstadt.

Im Kampf

Tellarer sind durch ihren Körperbau im Kampf breit aufgestellt. Von Bihänder bis Dolch – alles kann im Kampf genutzt werden. Was diese Rasse jedoch auszeichnet, ist der Umgang mit der Harpune (Waffenart Armbrust), welche sie durch ihr Leben im Wasser perfektionieren konnten. Es gibt wenige andere Bewohner Thêl Bors, die die Harpune auch nur als Waffe für ein Abenteuer in Betracht ziehen würden. 

Sprache

Das Tellarisch ist eine klare, mit vorherrschenden Vokalen weiche Sprache, welche für alle Rassen leicht zu erlernen ist. Ihre Grammatik ist strukturiert und folgt klaren Regeln. Ihr Alphabet ist mit 32 Zeichen überschaubar.

Glaube

Im Glauben der Tellarer kann jede Gottheit ihren Platz finden. Wenn es aber einen Gott gibt, der die Schicksale aller Tellarer verbindet, ist es Postos, der Gott des Wassers und des Meeres. Zur Zeit der Seefahrer galt der Reisende, wie er in Ytanien genannt wird, als Beschützer und Behüter auf der See. Seine Überzeugungen sind noch heute fest im Glauben der Tellarer verhaftet.

Besondere Fertigkeiten

WasserrattenSchwimmen +3
ArmbrustHarpune +1
GelehrteSagenkunde +1